Gefühlt niemand hat mehr Zeit. Alles dreht sich schneller und es ist kaum mehr möglich, sich um all das zu kümmern, das einen interessiert. Dank ChatGPT und Co. wird das Internet von Inhalten und Designs überschwemmt, die sich einander ähneln. Und kaum jemand nimmt sich noch Zeit, sich durch längere Inhalte durchzukämpfen.
An dieser Stelle gleich mal herzlichen Dank dafür, dass du dir diesen Artikel überhaupt anschaust.
Was also tun?
Als ich noch zur Schule gegangen bin, habe ich viel mitgeschrieben. Ich war einfach schnell darin. Außerdem hat es noch einen weiteren Vorteil gehabt: ich konnte mir direkt in der Schule fast nichts merken, daheim in Ruhe fiel mir das viel leichter.
Und ich habe noch einen weiteren Trick für mich selbst angewendet:
Anstatt den ganzen Text immer und immer wieder zu lesen, habe ich ihn nochmal geschrieben. Ich habe ihn gekürzt, besser strukturiert und wichtige Teile hervorgehoben.
Einerseits habe ich mir durchs wiederholte Schreiben die Inhalte besser gemerkt. Andererseits habe ich durch das Kürzen, Strukturieren und Hervorheben der wichtigsten Texte nur mehr einen kurzen Blick gebraucht, um alles Wesentliche visuell zu erfassen. Dadurch konnte ich mir die Dinge viel besser merken.
Wenn ich trotzdem noch Schwierigkeiten gehabt habe, habe ich das ganze nochmal reduziert, bis nur mehr das bisschen übrig war, das ich noch lernen musste. Und dann ging auch das noch in den Kopf hinein.
Meine Methode hat mir also drei Vorteile verschafft:
- aufgrund der Strukturierung habe ich sofort bildhaft die Zusammenhänge erfasst
- ich habe mich damit auseinandergesetzt, um was es wirklich geht und das Wesentliche auf den Punkt gebracht
- ich hatte durch die Kürzung der Inhalte weniger zu lesen, weniger zu merken, es war nur mehr das übrig, das ich wirklich gebraucht habe
Weniger ist nicht weniger wert, sondern schafft Relevanz
Weniger und strukturierter heißt also nicht, weniger wert. Weniger heißt, den Fokus auf das zu legen, was wichtig ist. Den Fokus auf die Qualität zu legen statt auf die Quantität.
Was du weglässt, rückt also das in den Vordergrund, was dir wirklich wichtig ist.
Je weniger „Hintergrundrauschen“ du deinen Kund:innen zumutest, umso klarer und schneller können sie erkennen, was du wirklich anbietest.
Sie verstehen schneller, was du machst und können blitzschnell eine Verbindung zu dir aufbauen. Außerdem wirkst du sicher in dem was du tust und deine Kund:innen werden dir im besten Fall schneller vertrauen.
Sobald sie darauf vertrauen können, dass genau du diejenige bist, die die Lösung für ihr Problem hat, werden sie auch bei dir kaufen.
Was heißt das fürs Design
Um diese Klarheit und Prägnanz im Design für meine Kund:innen zu schaffen, habe ich immer einen Fragenkatalog zur Hand. Diesen habe ich mir schon vor über 15 Jahren erstellt und laufend an neue Entwicklungen angepasst.
Das heißt, ich stelle Fragen, die aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, was meine Kund:innen wirklich machen. Manche Fragen sind einander sehr ähnlich und die jeweiligen Antworten meiner Kund:innen lassen darauf schließen, was noch wichtig ist oder was wir nicht brauchen.
Anschließend verdichte ich die Antworten, sodass wir nicht nur eine passende Struktur sondern auch gleich die wichtigsten Begriffe für die Texte haben.
Dank diesem Fragenkatalog ist es mir bisher immer gelungen, das Wesentliche des Angebots meiner Kund:innen herausfiltern. Dann brauchen wir nur mehr das Design und die technische Umsetzung, und fertig.
Frage an dich: Was kannst du heute weglassen, damit deine Botschaft klarer wird?
