Warum ich im Sommer ganz entspannt meine Weihnachtspost gestalte

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Marion Lindert

Seit über 10 Jahren verschicke ich pünktlich meine Weihnachtspost. Das hat sich schon so verselbstständigt, dass manche Geschäftspartner:innen bereits darauf warten. Außerdem mag ich es, auf diese Art und Weise auch mit Menschen verbunden zu sein, mit denen ich aktuell nicht direkt zusammenarbeite, weil derzeit kein Bedarf vorhanden ist.

Mit meinen Geschäftspartner:innen bin ich fast ausschließlich online oder per Telefon in Kontakt, daher darf es, finde ich, zumindest zu Weihnachten auch mal etwas zum Angreifen geben.

Außerdem ist es mir wichtig, der Weihnachtspost zusätzlich einen persönlichen Touch zu geben. Das mache ich, in dem ich einerseits das Layout selbst gestalte und andererseits in dem ich das Kuvert von Hand beschrifte und auch die Ansprache handschriftlich hinzufüge.

Wie du dir vorstellen kannst, ist das ziemlich zeitaufwändig.

Doch da der Heilige Abend, wie bekannt, jedes Jahr am 24. Dezember ist, lässt sich das super vorplanen. Denn meine Weihnachtsgrüße landen nicht deswegen pünktlich im Briefkasten, weil ich im November Nachtschichten einlege, sondern weil ich bereits jetzt damit starte.

Ich schreibe das heute, weil wir gerade eine erste heftige Hitzewelle haben. Also ist das die beste Zeit für mich, um zu starten. Ich mache das über den Sommer verteilt wirklich gerne an den heißen Sommertagen. Dabei kühlt der Gedanke an Winter den Kopf so schön.

Die Weihnachtspost ist für mich auch ein Projekt, bei der ich mir bewusst Zeit für den Prozess lasse. Ich schaue mir dabei zunächst meine vorigen Designs an, inklusive der Designs die ich verworfen habe, reflektiere was gut war und was nicht, und überlege mir anschließend Ideen für das heurige Jahr. Zwischendurch lege ich dann wieder ein paar Tage oder Wochen Pause ein, wie es gerade passt.

Der Sommer hat sich für mich auch aus einem anderen Grund bewährt. Im Winter, wo ohnehin meistens viel los ist und wo alles nach Weihnachten klingt und blinkt, hätte ich keine Muße mehr dafür.

Außerdem ist es für mich mittlerweile zu einer Gewohnheit geworden, dass ich, wenn ich an die Weihnachtspost denke, bewusst in die Langsamkeit gehe. So bekommen nicht nur meine Geschäftspartner:innen wirklich persönliche Weihnachtsgrüße, sondern ich selbst genieße Gestaltungsprozess auch aktiv. Etwas, für das im Alltag sonst ohnehin kaum Zeit bleibt.

Durch frühzeitige Planung und ein entspanntes Vorgehen habe ich eine große Freude dabei, meine Weihnachtspost zu gestalten. Und dadurch wird sie meiner Meinung nach nicht nur persönlicher sondern auch hochwertiger.

Hand aufs Herz: schreibst du auch noch persönliche Weihnachtspost und wann startest du damit?

Alles Liebe und bis bald,

Unterschrift Marion

Über die Autorin

Marion Lindert