Dass ein Unternehmen, auch wenn es noch so klein ist, eine Website braucht, steht glaube ich außer Frage. Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber eine Website zeigt nun mal der Öffentlichkeit, dass man es als Unternehmer:in wirklich ernst meint.
Und vielleicht ist genau ein One-Pager das Richtige für dich. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige dazu.
Was KMUs wirklich von einer Website brauchen
Gleich vorweg, ich spreche hier von KMUs wie Handwerksbetrieben, Coaches, Freiberufler:innen, Therapeut:innen Designer:innen, Gutachter:innen und vielen mehr. Also von kleinen und mittleren Unternehmen, die mit Menschen arbeiten, egal ob sie nun besondere Produkte verkaufen oder direkt Dienstleitungen verbringen.
Und da sind wir schon dort, wo ich hin will, denn bei Websites geht es nicht nur um dich, sondern in erster Linie um die Menschen, mit denen bzw. für die du arbeiten möchtest. Für mich ist eine Website weniger eine Plattform für eine Selbstdarstellung sondern mehr ein Service für die Kund:innen.
Egal mit welchen Menschen du in Kontakt trittst, ob es erstmalig ist oder wiederkehrend, ob es sich um Geschäftspartner:innen oder Kund:innen handelt: du leistest ihnen einen großen Dienst, in dem du alle wichtigen Inhalte über dein Unternehmen auf einer Website zusammenstellst.
- Sie können nachschauen, was du alles machst, ohne dass sie dich fragen müssen.
- Sie können zu dir finden, ohne dass du ihnen einzeln lang und breit den Weg erklären musst.
- Und sie wissen, dass sie bei dir falsch sind, wenn du etwas ganz anderes anbietest, als das, was sie suchen.
Was brauchst du also für eine Website unbedingt:
- Dein Angebot,
- du musst wissen, für wen dieses Angebot ist,
- warum genau du bzw. dein Angebot für deine Zielgruppe optimal ist,
- wie du erreichbar bist und
- die rechtlichen Informationen.
Das am besten so zusammengestellt, dass deine Kund:innen nicht viel suchen oder nachdenken müssen, sondern alles schön der Reihe nach präsentiert bekommen. Und fertig.
Was ist One-Page Webdesign?
Alles Wichtige auf einer Seite
One-Page Websites sind Websites, die alle wichtigen Informationen auf einer einzigen Seite haben. Alle Inhalte rund um dein Angebot sind also direkt auf der Startseite. One-Pager können nur wenige Informationen enthalten, wie zum Beispiel die Kontaktdaten und Öffnungszeiten aber auch umfangreich gestaltet werden, mit verschiedensten Inhalten, die die Seite gefühlt endlos lange werden lassen.
Die meisten One-Pager haben etwa 7 bis 11 Blöcke, die sich der Reihe nach zusammenfügen.
Rechtliche Informationen wie Impressum und Datenschutz kommen auf eigene Seiten.
Unterschiede zu Multi-Page Websites
Multi-Page Websites sind Websites wie sie allgemein bekannt sind. Es gibt also eine Startseite und verschiedene weitere Seiten, die zusätzliche Inhalte darstellen. Besucher:innen klicken sich durch die Navigation und springen von einer Seite zur nächsten.
Herkömmliche Multi-Page Seiten sind sinnvoll, wenn du zum Beispiel unterschiedliche Themen näher beschreiben möchtest, wenn du einen Shop hast, wenn du schwer erklärbare Angebote im Detail erläutern möchtest, wenn du einen Blog möchtest, uvm.
Doch viele Benutzer:innen finden es mittlerweile nervig, wenn sie immer wieder klicken und warten müssen, um bedeutsame Inhalte zu bekommen.
Für wen eignet sich ein One-Pager besonders?
Eine Seite, ein Thema
One-Pager eignen sich für Dienstleister:innen besonders dann, wenn sie ein konkretes Thema als Angebot haben. One-Pager sind zum Beispiel optimal für
- eine Physiotherapeutin, die Privatpatient:innen behandelt,
- einen Legasthenie-Lehrer, der Privatschüler:innen hilft, oder
- eine Elektroinstallateur:in mit Schwerpunkt Solaranlagen.
Wenn das Angebot weitere Varianten hat, aber dennoch einen klar abgesteckten Bereich umfasst, sind One-Pager auch super geeignet. Hier sind ein paar Beispiele:
- Gutachterin für Umwelttechnik, die sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen arbeitet, oder
- Unternehmensberaterin, die Coaching und Workshops für Teams anbietet, oder
- Yoga-Lehrer der zusätzlich zu den Kursen eine Einzelbegleitung anbietet
Wo ich One-Pager eher nicht empfehle, ist wenn sich die Angebote stark unterscheiden.
KMUs, die schnell sichtbar werden wollen
One-Pager lassen sich grundsätzlich schnell erstellen. Denn das Praktische an One-Pager ist, dass es nicht notwendig ist, viele verschiedene Seiten aufeinander abzustimmen.
Bei einem One-Pager schaut man „nur“, dass die einzelnen Abschnitte zueinander passen. Design, Inhalte und Programmierung gehen Hand in Hand.
Landingpages und Salespages
One-Pager werden auch gerne für Salespages und Landingpages verwendet. Du hast solche Seiten bestimmt schon gesehen. Digitale Produkte, wie Online-Kurse, werden gerne über solche One-Pager verkauft.
Eine Landingpage dient dazu, möglichst viele Leads, also Kontaktdaten von interessierten Menschen zu erhalten. Über Landingpages werden zum Beispiel Anmeldungen zu einem Newsletter, kostenfreie Testzugänge sowie sogenannte „Freebies“ ermöglicht. Die Kontaktdaten die dadurch gesammelt werden, können zum Beispiel für weiterführendes E-Mail-Marketing genutzt werden.
Bei einer Salespage dreht sich alles um ein bestimmtes Angebot, das dann direkt gleich gebucht oder gekauft werden soll. Anders als bei einer Landingpage geht es also nicht mehr um das Erhalten von Daten im Austausch zu Inhalten oder sonstigen Leistungen sondern um Geld für ein konkretes Angebot.
Warum weniger oft mehr ist
Wir alle werden derzeit von Inhalten regelrecht erschlagen. Wir müssen durch die Schwemme an Inhalten und Eindrücken immer mehr Irrelevantes herausfiltern.
Damit das klappt, brauchen wir Inhalte, die Inhalte sofort und einfach verständlich sind. Kaum kaum jemand mehr die Geduld hat, lange nach dem zu suchen was möglicherweise interessant ist.
Außerdem bekommen wir viele Inhalte direkt vor die Nase serviert, Endlos-Scrolling in den Sozialen Medien, KI-generierte Ergebnisse in der Suchmaschine, uvm. – wir gewöhnen uns daran, dass wir alles sofort und ohne viel Zutun erhalten.
Was bedeutet das für deine Website?
Es ist nützlich, wenn du alle deine wesentlichen Inhalte zu deinem Angebot auf eine einzige Seite packst und dort möglichst knapp und einfach verständlich erklärst.
Außerdem solltest du diese Seite dann so gestalten, dass du deine Nutzer:innen dort hinführst, wo sie das erhalten, was sie möchten. Ohne Ablenkung, ohne Nachdenken, und bestenfalls so, dass die Leute ein gutes Gefühl dabei haben, und sich darauf freuen, deine Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können.
Das kann zum Beispiel folgendes sein:
- eine Anfrage per E-Mail schreiben
- das Terminbuchungsformular anklicken und einen Termin buchen
- anrufen und einen Platz reservieren
- ins Lokal kommen
- zu den Öffnungszeiten in die Ordination kommen
One-Page Webdesign hat sich vielfach auf Salespages für digitale Angebote bewährt und funktioniert daher für Offline-Angebote genauso.
Storytelling & Nutzerführung wie im Film
Das Schönes an einem One-Page Webdesign ist die Blickführung. Gut gestaltet lässt sich ein One-Pager wie ein Film, von Szene zu Szene durchschauen.
Wenn ich einen One-Pager erstelle, habe ich meistens bewährte Konzepte wie die Heldenreise im Kopf, also ähnliche Konzepte wie sie von Regisseuren für Hollywood-Filme verwendet werden.
Bei der Heldenreise in Filmen geht es meistens darum, dass eine Person im Alltag ein Problem bekommt und dieses lösen muss. Dieses Konzept passt deswegen so gut, weil die Besucher:innen der Website auch meist ein bestimmtes Problem haben und nach einer Lösung suchen.
Und wenn sie dann auf deine Website kommen, dann wäre es optimal, wenn du die genau passende Lösung dazu anbieten kannst, und ihnen den weiteren Weg mit dir so aufzeigst, dass sie sofort zu dir kommen möchten.
Abwechslung & Flow statt Textwüste
Damit ein One-Pager nicht langweilig wird, verwende ich, genau wie in Magazinen oder Filmen, Abschnitte in denen Abwechslung geboten wird. Es gibt Blöcke die sich farblich voneinander unterscheiden, mit Bildern unterscheiden oder vom Layout her.
Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, Interaktionsmöglichkeiten einzuarbeiten.
Wichtig ist, dass alles zueinander passt und trotzdem nicht eintönig ist. Wir sorgen also für Abwechslung, die jedoch fein aufeinander abgestimmt ist, um deinen Besucher:innen gleich ein gutes Gefühl zu geben.
Was du brauchst, um mit einem One-Pager zu starten
Die Anforderungen ähneln stark dem klassischen Webdesign, mit dem Unterschied, dass alles Wichtige zu einem einzigen, fließenden, harmonischen Layout zusammengeführt wird.
Hier ist eine Übersicht:
Ziel und Ausrichtung
- Was soll der One-Pager erreichen? (zum Beispiel Kund:innen vereinbaren einen Termin mit dir, Leads generieren, Produkt vorstellen, Event bewerben, usw.)
- Zielgruppe: Wer soll angesprochen werden und was interessiert diese Menschen wirklich?
Inhalte und Erzählstruktur
- Themenabschnitte festlegen
- Stichpunkte oder Rohtexte für die wichtigsten Themenabschnitte
- Bilder und Grafiken, falls bereits vorhanden
- Tonfall & Stilrichtung festlegen
Grundlegendes Design
- Logo und Markenfarben (falls vorhanden)
- Schriftvorgaben oder Designrichtlinien
- Moodboard oder Inspirationsbeispiele (Websites, die dir gefallen)
Technische und organisatorische Vorbereitung
- Wahl der Technik: statisch, CMS oder Baukastenstystem
- Domain und Hosting bzw. Entscheidung, wo der Onepager später liegen soll)
- Rechtstexte vorbereiten: Impressum, Datenschutztext, ggf. Cookie-Hinweis
- Zeitplan und Budgetrahmen
Optional, aber hilfreich
- Briefing-Dokument
- Beispiele von Wettbewerbern zur Orientierung
- Skizze oder Wireframe der gewünschten Seitenstruktur
Wenn alle Inhalte, Ziele und Materialien festgelegt sind, beginnt die eigentliche Umsetzungsphase. Starte mit einem klaren Konzept und einer groben Struktur (Wireframe oder Inhaltsgerüst), bevor du dich in Design-Details oder technische Feinheiten vertiefst. Dieses Konzept hilft dir dabei, den Fokus zu behalten und dich nicht in Details zu verlieren.
Ich arbeite am liebsten in kurzen Schleifen
Ein erstes Konzept, erste Überlegungen zur inhaltlichen Ausrichtung, dann das Konzept fertigstellen, das sind die allerersten Schritte.
Anschießend geht es weiter mit den ersten Entwürfen die schon Bilder, Inhalte und das Design zusammenführen ohne mich in Details zu verlieren. Hier ist es wichtig, darauf zu schauen, ob auch wirklich alles so zusammenpasst wie geplant.
So sind schnell erste Ergebnisse fertig, es lässt sich prüfen ob die Richtung stimmt, und dann gehen es ans verfeinern.
Die Website wird als nächstes Schritt für Schritt verbessert. So bleibt der Prozess flexibel, ohne dass du die Richtung verlierst. Und sobald die Website fertig ist, wird sie online gestellt.
Feedback
Lass dir wenn möglich auch von jemand anderem, vielleicht jemanden aus deiner Zielgruppe oder noch besser von einem Profi, Feedback geben. Da unser Gehirn ein Gewohnheitstier ist, gewöhnt es sich schnell an die eigenen Entwürfe. Es ist also wichtig, zwischendurch was anderes zu machen um wieder mit einem frischen Blick auf dein Werk schauen zu können.
Vorteile von One-Pagern für EPUs
Kompakt & professionell
Je nach deinen Anforderungen kann ein One-Pager schnell erstellt werden und trotzdem höchst professionell wirken.
Bei einem One-Page-Webdesign brauchst du nicht verschiedenste Layouts für unterschiedliche Seiten sondern fokussierst dich auf die Startseite. Wichtig ist, dass alles zusammenpasst. Da ohnehin alles auf einer einzelnen Seite ist, gehen Design und Umsetzung meistens Hand in Hand. Das spart eine Menge an Zeit, du bist schnell mit ersten Ergebnissen fertig und hast sofort einen Eindruck davon, wie die fertige Website aussehen wird.
Nachteile und wie du sie löst
SEO-Strategie für One-Pager
Suchmaschinenoptimierung (SEO) hat das Ziel, dass Websites in Suchmaschinen möglichst ganz oben angezeigt werden, wenn nach einem bestimmten Begriff gesucht wird. So ein Sucheingabe kann zum Beispiel „Physiotherapie Wien“ lauten. Da es viele Physiotherapeut:innen in Wien gibt können nur wenige ganz oben in den Ergebnissen der Suchmaschine dargestellt werden. Das Ziel von SEO ist, dass genau deine Seite ganz oben zu finden ist.
Mit One-Pager funktioniert so etwas nicht gut. Sollte dir ein besonderes Ranking jedoch wichtig sein, dann empfehle ich dir, dich an eine:n SEO-Spezialist:in zu wenden.
Bevor du jetzt nicht mehr weiterliest, lass dir sagen, dass du aufwändiges SEO wahrscheinlich gar nicht brauchst.
Grundlegende, technische SEO macht jede:r seriöse Webdesigner:in, ist in den meisten professionellen Systemen integriert und ein wichtiger Teil wird schon damit abgedeckt, wenn du dich mit dem Thema Barrierefreiheit auseinandersetzt.
Deine Website wird also ganz bestimmt mit Hilfe von Suchmaschinen gefunden werden, aber vielleicht nicht ganz vorne mit „Physiotherapie Wien“.
Wie man trotzdem gefunden wird
Es gibt nicht nur klassische Suchmaschinen über die eine Website gefunden wird, sondern unzählige andere Möglichkeiten. Jeder Link von einer Website der auf deine Website führt zählt.
Es gibt Unternehmensportale, Firmenverzeichnisse von Wirtschaftsverbänden, Profile in den Sozialen Medien die auf deine Website führen, Websites von Netzwerkpartner:innen, usw. Du hast auch die Möglichkeit dich aktiv in Online-Diskussionen einzubringen, Kommentare zu Blog-Artikeln wie diesen hier verfassen und an vielen anderen Stellen deine Expertise und dort deine Url zu hinterlassen.
Besonders toll für lokal bzw. regionale Dienstleister:innen und Unternehmer:innen finde ich, ist ein Eintrag bei Google MyBusiness. Das kann jede:r selbst erledigen und somit bist du nicht nur bei Google selbst gleich gelistet sondern auch auf Google Maps. Des Weiteren kannst du dich auch bei Bing registrieren um dort gelistet zu werden.
Dank Künstlicher Intelligenz befindet sich klassische SEO im Wandel. Aus Sicht der Maschine ist es wichtig, dass sie sich sicher ist, dass du genau das bietest was die Menschen suchen, damit sie die richtigen Empfehlungen abgeben kann. Schau daher, dass du überall wo es thematisch passt, dein Angebot zeigst und deine Website verlinkst.
Separate Seiten für Impressum & Datenschutz
Auch wenn ich immer von einer One-Page Website spreche, brauchen wir noch zwei weitere Bereiche, die wir zusätzlich hinzufügen müssen um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen. Und zwar das Impressum und den Datenschutz, optional auch noch die Barrierefreiheit.
Ich löse das so, in dem ich einfach zwei weitere Seiten hinzufüge und dort die Inhalte einfüge. Die Links dazu sind entweder in der Kopfzeile oder in der Fußzeile zu finden. Da das Impressum und die Datenschutzerklärung ohnehin meist nur aus Text und ein paar Links bestehen, brauchen wir hier kein besonderes Layout. Stattdessen schauen wir, dass die richtigen Inhalte vorhanden, einfach aufzufinden, einfach zu lesen und zu verstehen sind.
Technische Umsetzung & Tools
Ressourcensparend mit HTML
Ein One-Pager ist ein gutes Beispiel dafür, dass man noch ganz Oldschool arbeiten kann. Wenn du nur eine einzelne Seite hast plus Datenschutz und Impressum, brauchst du keine große Datenbank oder sonstiges dynamisches System, sondern lediglich HTML, CSS, vielleicht ein bisschen Javascript und ein paar Bilder.
Vorteile
- keine regelmäßigen Updates nötig
- sauberer Code
- schnelle Ladezeiten, da nur das geladen wird, was du auch wirklich brauchst.
Ich biete so etwas noch an. Reduktion aufs Wesentliche ist übrigens auch ein aktueller Trend im Webdesign und falls du Lust drauf hast, deine Website mit Oldschool-Technik aber modernem Look zu gestalten, melde dich bei mir. Ich zeig dir auch gerne, wie du Inhalte auf dieser Seite selbst änderst, du brauchst nur einen Texteditor und einen FTP-Zugang und vielleicht eine Nerd-Brille.
Websysteme wie WordPress
Obwohl datenbankbasierten Websysteme für wesentlich umfangreichere Websites ausgelegt sind, lassen sich damit auch One-Page Websites erstellen. Du machst einfach nur eine einzelne Seite und nicht mehrere. Und die Haupt-Navigation verlinkt dann lediglich auf die einzelnen Bereiche der Website und nicht auf andere Seiten. Fertig.
Tools für Salespages und Landingpages
Websites braucht jedes Unternehmen und daher gibt es auch verschiedenste Möglichkeiten, wie man zu Websites kommt. Bekannte Plattformen sind Canva, Wix, Squarespace, Onepage, usw. Zusätzlich zu Unternehmenswebsites sind auch reine Salespages oder Landingpages, die ohnehin als One-Page-Websites konzipiert sind, sehr beliebt und dafür gibt es jede Menge Tools, wie zum Beispiel HubSpot.
Datenschutz & Barrierefreiheit
Auch wenn die Verlockung groß ist, eine One-Page Website ausschließlich nach visuellen Gesichtspunkten mit Baukastensystemen oder KI-Assistenten zu gestalten, rate ich dazu, vorsichtig zu sein und zwar aus zwei Gründen: Datenschutz und Barrierefreiheit.
Gerade bezüglich Datenschutz kursieren viele Unwahrheiten in der Online-Marketing-Bubble die ungeprüft weitergetragen werden. Je nach dem wie ernst es dir mit Datenschutz ist, empfehle ich daher, genau zu schauen, welche Daten wie verarbeitet werden.
Auch Barrierefreiheit ist ein Thema, dem entsprechend Raum gegeben werden sollte. Barrierefreie Gestaltung heißt, dass die technische Grundlage soweit passt, dass Screenreader und andere Technologien die Inhalte auslesen und den jeweiligen Endgeräten anpassen können. Stimmige Farben, gute Kontraste, Tastaturbedienung usw. tun ihr übriges, damit deine Website von möglichst vielen Menschen gesehen werden kann.
Performance & Ladezeit
Je umfangreicher eine One-Page Website wird, umso wichtiger ist es, dass die Ladezeiten im Blick bleiben. Bilder sollten also entsprechend komprimiert werden oder mit verschiedenen Lademethoden adaptiv geladen werden. Für Bilder funktioniert das neue Format WebP ziemlich gut.
Responsive bzw. adaptive Bildtechniken vermeiden, dass auf kleinen Bildschirmen extrem große Bilder geladen werden und HTML-Feineinstellungen stellen sicher, dass die wichtigsten Bilder zuerst geladen werden.
Erweiterungen für mehr Flexibilität
Auch wenn bei einem One-Pager alle wesentlichen Inhalte auf einer einzigen Seite Platz finden, lässt er sich erweitern. Hier sind ein paar Möglichkeiten:
Blog als SEO-Boost
Wenn du eine System wie WordPress verwendest, dann hast du einfach die Möglichkeit, die Website um weitere Seiten zu ergänzen oder überhaupt zu einem Blog auszubauen. Du kannst den One-Pager als Startpunkt verwenden, um gleich mal online zu sein und anschließend deinen Auftritt kontinuierlich erweitern.
Verlinkungen zu anderen Serviceleistungen
Du kannst alles verlinken was du möchtest, wie zum Beispiel:
- Plattformen zu Terminbuchungen (TimeSloth, PDS/eTermin, CGM LIFE eServices, Terminland, Microsoft Bookings, Calendly & Co.)
- Shops
- Formulare, wie Google Webforms
- Social Media Accounts
- uvm.
Integration von PDFs und anderen Dokumenten
- Downloads von weiterführenden Broschüren
- Downloads von Unternehmenspräsentationen
- uvm.
Ich persönlich finde es toll, wenn es auf einer Website etwas zum Download gibt. Das kann zum Beispiel ein Beraterprofil sein, eine Preisliste oder eine Unternehmensfibel.
Auch wenn ich das Dokument vielleicht nicht gleich nutze, sehe ich es doch unter den gespeicherten Dokumenten auf meinem Gerät gespeichert und werde dadurch immer wieder an das Angebot erinnert.
Fazit
Für mich sind One-Pager Websites die sowohl ressourcensparenden als auch hochwertig sind. Es lässt sich auf viel Technikballast verzichten und trotzdem ist das Ergebnis ein professioneller, einzigartigen Auftritt im Internet.
Lass uns nochmal zusammenfassen, was du für deinen One-Pager alles brauchst:
- Konzept, Ziele, Strategie
- Inhalte (über dich, Angebot, Leistungen, was dein Angebot besonders macht, Kontaktinformationen, CTA)
- Inhalte rechtlich (Datenschutz, Impressum)
- Bildmaterial
- Design
- Technische Umsetzung
- optional: Wartung mit laufenden Updates, Cookie-Banner/Consent-Management, Einrichtung von Tools die zusätzlich verlinkt werden
Deine nächsten Schritte zu deinem One-Pager
Starte mit der Struktur und dem Konzept, alles andere er gibt sich daraus. Ich arbeite gerne mit einem Fragenkatalog, um ein Konzept zu erstellen.
Die Basis sollte immer dein eigenes Konzept sein, bevor du dich an irgendeine Technik oder ein Design machst. Ob du mit einem Website-Generator oder Baukastensystem wie Canva oder einem anderen System wie WordPress arbeitest ist also erst im nächsten Schritt relevant.
Wenn du möchtest, werfe ich gerne einen Blick auf deine Ideen. Gutes Gelingen und wenn du Fragen hast, schreib mir gerne.

