Agentur, Grafiker, Bilddatenbank, App, … – wo gibt es was?

Juni 1, 2020

Du brauchst ein Logo, Illustrationen, Bildmaterial, eine Zeitschrift, einen Messestand oder etwas ganz anderes, ohne selbst viel Zeit investieren zu wollen? Hier ist ein kleiner Überblick, wo du Unterstützung findest:

Spezielle Apps

Es gibt zahlreiche Apps und Plattformen, die dir ermöglichen, ohne weitere Hilfe deine Grafiken selbst zu erstellen. Ein bekanntes Beispiel ist Canva (www.canva.com). Auch viele Profis, Social Media Experten oder Blogger arbeiten mit solchen Apps. Die Vorteile liegen auf der Hand: Einfach und oftmals kostenlos oder zumindest sehr preiswert können im Handumdrehen großartige Bilder erstellt werden. Du brauchst keine Einarbeitung in Grafikprogramme und sparst Zeit und Geld. Ein paar Nachteile gibt es auch. Erstens kann es sein, dass auch dein Mitbewerber die gleiche Plattform nutzt und ähnliche Motive und Vorlagen verwendet. Und zweitens sind die Funktionen meist begrenzt und manche Ideen lassen sich nicht passgenau umsetzen.

Meine Meinung: Wenn sich genau das, was du machen willst, damit realisieren lässt, nutze die Apps.

Bildportale

Wenn du Fotos brauchst und dir keinen Fotografen leisten willst, bieten dir eine Reihe von Bildportalen wie photocase, pixabay oder shutterstock Millionen von Fotos. Die Preisgestaltung ist recht unterschiedlich, manche gibt es sogar kostenlos. Die Vor- und Nachteile sind ähnlich wie bei den Apps.

Du sparst Zeit und Kosten, wenn du sogenannte Stock-Fotos nutzt, allerdings zeigen diese nicht immer genau das gewünschte Motiv. Oder dein Mitbewerber verwendet bereits das Bild in einem anderen Zusammenhang.

Ganz wichtig! Schaue bitte in den Nutzungsbedingungen genau nach, welche Rechte dir das Bildportal zur Nutzung der Fotos einräumt und ob du das Portal als Quelle angeben musst. Bitte Vorsicht bei kostenlosen Bildern, hier ist es schon öfters passiert, dass das Urheberrecht verletzt wurde! Das kann sehr unangenehm und kostspielig werden.

Viele Fotoportale bieten übrigens auch Grafiken und Illustrationen an. Außerdem gibt es auch Bildportale, die sich auf  Vektorgrafiken spezialisiert haben.

Kreativportale

Du kannst dir auch fertige InDesign-Vorlagen für Einladungen, Prospekte und so weiter besorgen. Oder Grafikelemente, die aufeinander abgestimmt sind. Oder Photoshop-Funktionen die dir bei der Bildbearbeitung helfen. Oder animierte PowerPoint-Präsentationen oder Vorlagen für Webseiten, oder, oder, oder. Die Preise sind meist sehr moderat und laden zum Experimentieren ein.

Auch hier gelten wieder ähnliche Vor- und Nachteile wie bei den Bildportalen. Allerdings bist auch du gefragt, deine eigene Kreativität einzusetzen.

Denn diese Vorlagen bieten dir lediglich ein Gerüst an Möglichkeiten, die du dann mit deinen eigenen Inhalten füllen kannst und sollst. Bekannte Beispiele sind TutKit.com, Creative Market oder envato.

Wettbewerbsportale

Es gibt verschiedene Crowdsourcing-Plattformen wie zum Beispiel designenlassen.de oder 99designs.de, bei der du vom Logo-Design, über Visitenkarten bis hin zu einfachem Web-Design verschiedenste Designer anspornen kannst, innerhalb von einem bestimmten Zeitraum, Entwürfe zu gestalten. In der Regel zahlst du Preisgeld und wartest dann auf die ersten Vorschläge. Diese Vorschläge kannst du kommentieren und bewerten, um die Designer zu weiteren oder verbesserten Varianten zu motivieren. Am Ende des Projektzeitraums wählst du den Gewinner aus. Er liefert dir das fertige Design und erhält dafür das vereinbarte Honorar.

Bitte berücksichtige dabei aber folgendes: Das Ganze ist ein Glücksspiel – sowohl für dich als auch für den Designer.

Das Risiko, dass der einzelne Designer auf so einer Plattform leer ausgeht, ist ziemlich groß, da meist nur ein einziger Gewinner eine Bezahlung erhält. Je höher aber dein Preisgeld und je besser dein Briefing und deine Rückmeldungen sind, umso mehr Designer werden sich beteiligen und umso besser wird – hoffentlich – das Ergebnis.

Grafiker

Kommen wir nun zu den Grafikern. Viele Grafiker arbeiten allein, in einer kleinen Agentur oder gemeinsam mit anderen Partnerbetrieben. Du profitierst meist von einer sehr persönlichen und individuellen Betreuung. Manche Grafiker bieten einen Katalog an verschiedenen Leistungen an, andere haben sich auf einzelne Fachbereiche spezialisiert, wie zum Beispiel Branding, Magazine, Messeauftritte, Illustrationen, 3D-Grafiken, Web-Design und vieles mehr.

Mein Tipp: Bei der Suche nach dem richtigen Grafiker schau dir an, was er macht, mit wem er bisher gearbeitet hat und ob das auch für dich passen kann.

Frage nach einem unverbindlichen, ersten Kennenlerngespräch (telefonisch oder über ein interaktives Tool), um herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit für beide Seiten in Frage kommt. Finde im Gespräch heraus, wie der Grafiker dich in deinem Vorhaben unterstützen kann. Denn meiner Meinung nach gilt: Der handwerklich beste Grafiker bringt dir nicht viel, wenn die „Chemie“ nicht zu dir und deinem Unternehmen passt. Bitte verstehe mich nicht falsch – natürlich muss der Grafiker eine ordentliche Leistung bieten, das ist Grundvoraussetzung, aber du brauchst auch jemanden, der dein Geschäft versteht und dir dabei hilft, erfolgreich weiter zu kommen.

Fotografen

Genauso wie es bereits zahlreiche Grafiker gibt, gibt es auch massenhaft Fotografen. Ich liebe diese Vielfalt, weil jeder etwas anderes am besten kann. Als Unternehmer brauchst du wahrscheinlich Fotos von dir, vielleicht auch von deinem Team, aber auch Produktfotos, Stimmungsfotos, Imagebilder, Belegfotos von Veranstaltungen, Pressebilder usw.

Wenn du auf der Suche nach einem Fotografen bist, frage nach, wo seine/ihre Stärken liegen – ein Porträtprofi muss nicht unbedingt ein guter Eventfotograf sein.

Es hilft dir auch hier gar nichts, wenn du künstlerisch hochwertige Bilder bekommst, die nicht zu deinem Geschäft oder Stil passen.

Natürlich ist auch Sympathie sehr wichtig, denn wenn du selbst nicht gerne vor der Kamera stehst, wirst du bei einem Fotografen, bei dem du dich wohlfühlst, trotzdem entspannt und natürlich lächeln können.

Es gibt übrigens auch Fotografen, die dir helfen, deine Bildsprache zu entwickeln, damit du anschließend deine Fotos selbst machen kannst.

Full Service Agenturen

Große Agenturen bieten ein umfangreiches Spektrum, angefangen von der Marktforschung über die Strategie bis zur Umsetzung und du kannst immer mit professionellen Ergebnissen rechnen. Wenn du ein größeres Projekt in Angriff nimmst, das sich aus verschiedenen Disziplinen zusammensetzt (wie zum Beispiel  Corporate Design, Online Marketing, Webentwicklung und Content Erstellung) oder wenn du international bzw. mehrsprachig auftreten willst, bist du bei einer Agentur bestimmt gut aufgehoben. Auch wenn du noch nicht genau weißt, in welche Richtung du gehen willst, bietet diese  kompetente Beratung an.

Bei großen Agenturen ist Projektmanagement ein wesentlicher Teil des Geschäfts. Dadurch lässt sich dein Projekt besser planen und steuern, und alle Beteiligten wissen, wo es lang geht, allerdings hat dies auch seinen Preis. Eine große Agentur ist daher meist teurer als der einzelne Grafiker. Im Endeffekt arbeitest du aber natürlich auch wieder mit Menschen zusammen.

Mein Vorschlag: Informiere dich zunächst darüber, was dir die Agentur bietet und sieh dir die Referenzprojekte an. Kundenzitate sagen viel über die Zusammenarbeit aus.

Ich hoffe, dass ich dir damit den Einstieg ein wenig erleichtern konnte. Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne bei mir.